Über die Wichtigkeit von hoher Präzision und Perfektion von Bauteilen eines Flugzeug-Triebwerks braucht man kein Wort mehr verlieren. In kaum einer Branche sind die Anforderungen an die zu fertigenden Bauteile höher als in der Luftfahrt. Daraus resultieren auch besondere Anforderungen an die Fertigung und die Qualitätssicherung.

Tradition und Innovation
Für das 1934, damals noch als BMW Flugmotorenbau GmbH, gegründete Unternehmen, arbeiten heute weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter. Seit vielen Jahrzehnten gehört die heutige MTU Aero Engines global zu den führenden Systemherstellern von Triebwerkskomponenten.

Mehrfache Qualitätsprüfung
Christian Ewert als Projektleiter und Martin Gschwendtner als Projektplaner sind bei der MTU in der Abteilung Qualitätsprüfung für Sonderprojekte zuständig. Somit waren sie auch für das Projekt „Automatisierung im Prüfprozess“ verantwortlich.

Zeitaufwendige Prozesse
Mit dem Automatisierungsprojekt sollten zeitaufwendige Prozesse optimiert werden. In der Vergangenheit hat der Mitarbeiter aus der Prüfstelle die Bauteilvorrichtung auf den Drehtisch der Messmaschine aufgebaut und die benötigten Messtaster in der Messmaschine eingehängt.

Erhöhung Auslastung
Wie man auf den ersten Blick sofort erkennt, handelte es sich beim Rüsten der Messmaschine und dem nachfolgenden Abbau um zeitintensive Tätigkeiten. Während dieser Zeit stand die Maschine still und konnte nicht wertschöpfend eingesetzt werden.

Papierlose Prozesse
Denn neben der Erhöhung der Auslastung stand natürlich auch das Thema Industrie 4.0 auf der Agenda. Die MTU hatte das Ziel, eine größtmögliche und sinnvolle Automation zu realisieren.

Studienobjekt Automatisierung
2015 stand dann die Bachelor-Arbeit von Tobias Ott an. Im Rahmen seiner Arbeit widmete er sich einer allgemeinen Grundlagenforschung zum Thema Automatisierung von Messmaschinen in der Produktion.

Optimierte Prozesse
Einen wichtigen Prozessschritt stellt das Rüsten dar. Wurde dieses in der Vergangenheit zeitaufwendig und unwirtschaftlich auf der Messmaschine durchgeführt, findet das Rüsten nun außerhalb des Messraums auf einer unabhängigen Rüststation statt.

Intelligente Bauteile
Dabei spielt ein kleiner RFID-Chip auf der Palette eine entscheidende Rolle. Hier befindet sich der Link zu allen systemrelevanten Daten in der CERTA/MTU Datenbank. Diese Informationen liegen entsprechend im CERTA System vor.

Reduzierte Rüstzeiten
Die reine Automatisierung des Messvorganges stellte für die MTU einen großen Schritt nach vorne dar. So konnte der Stillstand der Messmaschinen während des Rüstens von 20 Minuten auf etwa 2 Minuten reduziert werden.

Nahtloser Datentransfer
Die ZEISS Messmaschine überträgt nach dem Messvorgang die Messwerte an das CERTA System wo über die Mess-Intensität und die weiteren, notwendigen Arbeitsschritte entschieden wird.

Ausblick
Punktuell gab es Bedenken gegen die neue Arbeitsweise und den neuen Kollegen Roboter. Aber das gesamte Prüfteam war den Neuerungen gegenüber offen eingestellt. Nach einigen Monaten des Betriebes lässt sich nun zusammenfassen, dass alle Ziele erreicht wurden.

Informationsmaterial:


In der Broschüre finden Sie weitere Informationen.


 

 

Kontakt

+49 9103 71550-0
kontakt@certa-systems.com

Interview: VDWF und Industrie 4.0

Das komplette Interview lesen [mehr]

Kundenprojekte

CNC Müller [mehr]
MTU [mehr]
toolcraft [mehr]
Büsser Formenbau [mehr]
TIMM Formenbau [mehr]