Durchgängige Softwarelösung zur Prozessorganisation - Prozess-Automatisierung

Mit einer Prozessanalyse startete Büsser Formenbau den Weg in die Automatisierung.
Das Herzstück der Fertigung ist heute eine zentrale datenbankorientierte Software zur
Prozess-Automatisierung von Certa.


Die Büsser Formenbau AG ist ein typisches, kleines mittelständisches Unternehmen und wurde 1984 gegründet. Aktuell beschäftigt das Unternehmen zehn Mitarbeiter und gehört nach eigenen Angaben zu den technischen Marktführern der Branche. Um den hohen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, hat sich das Unternehmen auf die Beratung, Konstruktion und Herstellung von hochpräzisen Spritzgussformen sowie komplexen Komponenten (Formeinsätze, Kerne und Elektroden) spezialisiert. Wie viele andere Unternehmen im Werkzeug- und Formenbau muss sich auch die Büsser Formenbau AG kontinuierlich weiterentwickeln. Der Konkurrenzdruck aus dem Ausland ist groß und ein Schlüssel zum Erfolg heißt Automation, um Kosten zu senken und Durchlaufzeiten zu reduzieren. So ist es möglich, weiterhin profitabel und konkurrenzfähig zu bleiben. Büsser hat das frühzeitig erkannt und darum ein entsprechendes Projekt initiiert. Dem Unternehmen war es sehr wichtig, sich nicht nur in den eigenen Gedanken zu bewegen, sondern externes Wissen und frische Ideen ins Unternehmen zu holen. Man beriet sich mit den Experten der Certa Systems GmbH, um die eigene Sichtweise kritisch zu hinterfragen.

Stärken, Schwächen und Visionen auf dem Prüfstand

Mit einer Prozessanalyse wurde das Projekt gestartet, um die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, sowie die Visionen des Unternehmens zu identifizieren. Nach der Analyse war klar, dass der Weg zur Automation ohne eine geeignete, durchgängige Softwarelösung zur Prozessorganisation nicht denkbar war. Die geeignete Strategie wurde zusammen mit den qualifizierten Mitarbeitern festgelegt. Um die erfolgreiche Umsetzung zu gewährleisten, legte Geschäftsführer Ernst Büsser sehr großen Wert darauf, die Fachkompetenz und langjährige Erfahrung der Mitarbeiter in das Projekt einzubringen. Das neue Herzstück der Fertigung wurde die zentrale, datenbankorientierte Lösung zur Prozess-Automatisierung von Certa. Nach der Installation der neuen Prozessleittechnik wurde im ersten Schritt das vorhandene CAD/CAM-System von Cimatron mit dem CAD-Import und dem QMeasure CAD-Plugin von Certa an das zentrale System angebunden. Somit werden die vorhandenen Datenstrukturen, die gesetzten Messpunkte für die automatische Voreinstellung und zur automatischen Qualitätsvermessung der Elektroden beziehungsweise Werkstücke, sowie die Senkerodier-Parameter direkt aus dem Cimatron-System in Certa übernommen. An der 3D-Koordinaten-Messmaschine von Mitutoyo wird das zu vermessende Teil mittels Chip identifiziert, das Messprogramm durch Certa QMeasure erstellt und die Messung automatisch ausgeführt. In der ersten Phase wurde die Mikron HSC-Fräsmaschine und die Senkerodier-Maschine von Zimmer & Kreim an das zentrale Prozessleitsystem angebunden. Der nun reibungslose und automatisierte Ablauf sorgt für Sicherheit, Flexibilität und Effizienz in der Fertigung. In einem zweiten Schritt wurde die neu beschaffte HSC-Fräsmaschine von Exeron mit einem Certa Jobmanager und Chip-Identifikation ausgestattet und in das System integriert.

Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Mit diesem Projekt hat Büsser einen maßgebenden Schritt nach vorne gemacht. Die Teilprozesse sind nun durchgängig organisiert und automatisiert. Durch das zentrale Prozessleitsystem sind immer die aktuellen Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort – beziehungsweise auf der richtigen Maschine. Manuelle Eingaben werden auf ein Minimum beschränkt und die Fehlerquote konnte nach eigenen Angaben massiv reduziert werden.

Industrie 4.0 im Werkzeug- und Formenbau
Die Certa Systems GmbH ist ein mittelständisches Software- und Prozessberatungsunternehmen und eine 100prozentige Tochter der Erowa-Gruppe. Der zentrale Fokus liegt auf der Entwicklung von Softwarelösungen für die Prozessleittechnik. Das Unternehmen sieht großes Potenzial in der Industrie 4.0. Das System biete dem Werkzeug- und Formenbau große Chancen, Prozesse zu automatisieren und den Kunden noch stärker in den Fokus zu rücken, um auf inidviduelle Wünsche noch flexibler reagieren zu können. Durch die neue Ausrichtung eines Werkzeugbaubetriebs könne sich bei bestehendem Personal die Produktivität nachhaltig verbessern und die Profibilität spürbar erhöhen. »Sicher ist, dass das neue Arbeiten ein neues Denken erfordert – sowohl beim Mitarbeiter als auch beim Management. Die Umsetzung der vierten industriellen Revolution ist die Voraussetzung, weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher ist es nicht die Frage, ob ein Unternehmen diesen neuen Weg beschreitet, sondern wann und wie.«, so Andreas Schulz, Produktmanager Certa Systems.


Kontakt

+49 9103 71550-0
kontakt@certa-systems.com

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